Im englischen gibt es den Satz: „You have to be different in order to make a difference“ (Zu Deutsch: Um den Unterschied zu machen, musst Du anders sein.) Anders als alle anderen. Wenn Du deinen eigenen Weg gehst, kannst Du von niemandem überholt werden.

„Man darf die Mehrheit nicht mit der Wahrheit verwechseln.“  Jean Cocteau

Daraus ergibt sich folgendes Problem: Jedes Mal, wenn Du eine neue Idee hast und Dich verändern möchtest, wirst Du meist auf Widerstand von Außen stoßen. Denn mit einer neuen Idee, zweifelst Du automatisch den „Status Quo“ an. Wir Menschen wollen lieber das Beibehalten was ist, statt etwas anzustreben, was (noch) nicht ist. Es gilt das Motto: „Lieber das bekannte Unglück, statt das unbekannte Glück.“

Ein Beweis gefällig? Stell Dir mal vor, Du würdest von mir auf eine Zeitreise eingeladen. Ich würde Dich jetzt mitsamt Deiner aktuellen Kleidung und Deinem vorhandenen Wissenstand in das Mittelalter versetzen. In das Jahr 1452 Mitteleuropas. Was denkst Du würde passieren? Was würde Dich dort erwarten? Wie würden Dich die anderen wahrnehmen und von Dir denken? Auch ich habe mir diese Frage gestellt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es vermutlich nicht lange dauern würde, bis ich zum Scharlatan erklärt und ins Gefängnis geworfen würde. Auch oder gerade weil ich die Wahrheit aussprechen würde.

„Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.“  Alfred Polgar

Dinge sagen, die uns heute als selbstverständlich erscheinen, allerdings den Menschen im 15. Jahrhundert viele Fragezeichen bereiteten. Ist die Erde eine Scheibe? Befindet sich die Erde im Mittelpunkt des Universums? Wenn ich die zu dem damals vorhandenen Weltbild unpassende Wahrheit aussprechen würde: „Die Erde ist keine Scheibe“ und die „Erde ist nicht im Mittelpunkt des Universums“, würde ich zeitnah verurteilt und vor Gericht gebracht worden sein. Der erfolgreiche Schriftsteller Arthur C. Clarke sagte einmal: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie, ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Giordano Bruno, einer der führenden Philosophen damaliger Zeit, musste im Jahre 1600 seine verfassten Thesen, die nicht zum damaligen Weltbild passten, mit seinem Leben bezahlen. Bereits 8 Jahre zuvor wurde er in einen dunklen Kerker geworfen, mit der Absicht seinen Willen zu brechen und ihn zur Meinungsäußerung zu bewegen. Weil Bruno trotz schlimmer Verhältnisse in dem damaligen Gefängnis standhaft blieb, wurde er schließlich zum Tode verurteilt, auf dem Scheiterhaufen. Aufgrund seiner Beliebtheit beim Volk waren zu seiner Exekution zahlreiche Menschen erschienen. Um sein „letztes Sprechen“ vor der unmittelbaren Hinrichtung zu den Menschen zu unterbinden, hatte die Kirche damals sogar die Idee seine Zunge herauszuschneiden, um zu verhindern, dass Bruno seine Thesen verbreitet und die Menschen damit auf seine Seite zieht. Um seinen Märtyrer-Status allerdings nicht noch mehr zu steigern, entschied man sich letztendlich für einen Lappen, der in seinen Mund gestopft wurde.

–> Keine Lust auf Durchschnitt? Dann hol Dir Dein kostenloses E-Book: „Geniemaster // 7 geniale Prinzipien für ein erfülltes Leben“